Es ist Herbst in Hellabrunn: Im Licht der warmen Sonnenstrahlen können sich Besucher aktuell auf malerische Motive mit buntem Laub und Tieren in der Herbstsonne freuen. Um freie Wege und Wiesen kümmert sich in diesen Tagen die Gärtnerei, die täglich etwa 20 Kubikmeter Blätter abfährt. Zusätzlich werden Totholz-Zäune erweitert, um damit einen Unterschlupf für verschiedene Tiere wie Eidechsen und Igel zu schaffen. Dabei werden sie tatkräftig von der Lebenshilfe unterstützt. Und der Herbstputz von Gärtnerei und Lebenshilfe hört nicht auf den Wegen am Boden auf. In luftiger Höhe werden jetzt Nistkästen kontrolliert, gesäubert und protokolliert.

 

Der Münchner Tierpark ist ein Areal für Tier, Natur und Mensch inmitten der Isarauen. 25 der 40 Hektar großen Fläche sind Grünanlagen mit einem umfangreichen Baumbestand und einer außergewöhnlichen Vogelvielfalt. Kleiber, Blaumeise, Zaunkönig, Buntspecht und viele andere Arten fühlen sich hier besonders wohl. Insgesamt mehr als 300 Nistkästen sind über den gesamten Tierpark verteilt und werden jeden Herbst von der Naturschutz AG kontrolliert. Aus hygienischen Gründen wird in Hellabrunn jedes Jahr ein Blick in die tierischen Behausungen – und auf die aktuellen Bewohner – geworfen.

 

„Der Blick in die Nisthöhlen gehört zu unseren Aufgaben im Herbst. Bei der großen Anzahl an Nistmöglichkeiten schauen wir gerne zusammen mit unseren Auszubildenden der Tierpflege, wer es sich wo gemütlich gemacht und das Angebot zum Brüten genutzt hat“, erklärt Jonas Homburg, zoologischer Volontär und Leiter der Naturschutz AG in Hellabrunn. „Mit der jährlichen Reinigung und dem Entfernen des alten Nistmaterials stellen wir sicher, dass sich Parasiten und Krankheitserreger nicht über den Winter vermehren und das kommende Brutjahr gefährden könnten. Natürlich ist für uns auch von Interesse, wie sich die Anzahl der Brutpaare in Hellabrunn entwickelt hat und welche Brutkästen gerne angenommen werden – auch wenn man jetzt manchmal einen Siebenschläfer oder eine Fledermaus beim Blick in die Kästen vorfindet“, erläutert Homburg weiter.

 

Auch Tierparkdirektor und Vorstand Rasem Baban weiß um die Aufgaben, die der Herbst für den Tierpark mit sich bringt: „Wie jedes Jahr bereiten wir uns und alle Tierbereiche auf den kommenden Winter vor. So stellen wir sicher, dass genügend Bodensubstrat in den Anlagen unserer Huftiere wie zum Beispiel den Heckrindern und Tarpanen zur Verfügung steht, damit sich nach schlechtem Wetter keine Schlammflächen bilden. Unsere Gärtnerei leistet zusammen mit der Lebenshilfe immer, aber besonders jetzt im Herbst, einen besonderen Beitrag durch die Räumung der Besucherwege, sodass unsere Gäste auf sauberen Wegen den Tag im Tierpark genießen können. Jede Jahreszeit im Tierpark hat ihre einzigartigen Seiten. Der Herbst ist trotz des erhöhten Räumungsaufwandes schon aufgrund seiner Farbenpracht natürlich besonders schön“, ergänzt Baban abschließend.

 


Öffnungszeiten in Hellabrunn im Herbst und Winter:
bis 29. Oktober 2022 täglich von 9 bis 18 Uhr
ab 30. Oktober 2022 täglich von 9 bis 17 Uhr