
Das Przewalskipferd ist seit 1969 in der Natur ausgestorben. Dass es heute überhaupt noch existiert geht maßgeblich auf die Arbeit des Zoo Prags und des Tierpark Hellabrunns zurück – diese beiden Zoos waren die letzten zoologischen Einrichtungen, die Przewalskipferde noch erfolgreich nachgezüchtet haben. Mittlerweile gibt es ein sehr erfolgreiches Zuchtbuch, das vom Zoo Prag koordiniert wird.

Vor einigen tausend Jahren waren Wildpferde in verschiedenen Formen noch über ganz Europa und Nordasien verbreitet. Das Przewalskipferd stellt die letzte überlebende Wildpferdeform dar. Wie alle Megaherbivoren, also Pflanzenfresser mit großer Körpermasse, prägt es das Ökosystem sehr stark und erschließt Lebensräume für kleinere Tierarten.
In der kasachischen Steppe gehört es neben dem Kulan (Asiatischer Wildesel) und den Saigaantilopen zu den größten Pflanzenfressern. Damit Przewalskipferde ihre ökologische Funktion erfüllen und die Steppe zu neuem Leben erwachen kann, trägt Hellabrunn zusammen mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Altyn Dala Conservation Initiative dazu bei, dass durch jährliche Auswilderungen wieder ein stabiler Bestand an Wildpferden in der Steppe Zentralkasachstans entstehen kann.


