Die zum Jahreswechsel gezündeten Raketen und Knallkörper stellen aufgrund des Krachs und der Explosionen einen unnötigen Stressfaktor dar, weshalb Hellabrunn für seine Tiere um Rücksicht bittet. Es ist kein Geheimnis, dass das Abbrennen von Feuerwerk und Böllern alles andere als ein umweltverträgliches und gesundheitsförderndes „Freizeitvergnügen“ sind, auch wenn dadurch traditionell das neue Jahr begrüßt werden soll. Die stark erhöhte Feinstaubentwicklung, eine unnötiger CO²-Belastung der Atmosphäre, extreme Geräuschbelästigungen sowie Feuer- und Verletzungsgefahren sind ein echtes Problem für die Tier- und Pflanzenwelt. Der Tierpark Hellabrunn als Heimat von mehreren hundert Wild- und Nutztierarten ist daher von den Knallereien und Feuerwerk am Silvesterabend besonders betroffen.

Die Hellabrunner Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Verena Dietl ruft die Münchner Bevölkerung zur Rücksichtnahme auf: „Bei allem Verständnis für das Bedürfnis, den Jahreswechsel wieder ausgelassen feiern zu können, sollten wir auch an die Tier- und Pflanzenwelt denken. In meiner Funktion möchte ich daher alle Mitbürger*innen und Besucher*innen Münchens bitten, im Sinne des Tierwohls und der Gefährdungsvermeidung in der Silvesternacht keine Feuerwerke und Böller in der Nähe des Tierparks abzubrennen.“

Rasem Baban, Tierparkdirektor und Vorstand Hellabrunns konkretisiert den Aufruf nochmals: „Weniger Geräuschbelästigung, Brandgeruch und Feinstaub sind absolut im Sinne der Tierwelt und natürlich auch unserer Tiere. Insbesondere in der direkten Umgebung des Tierparks, namentlich die Thalkirchner Brücke, die Tierparkstraße, der Schlichtweg und die Siebenbrunner Straße sowie der öffentliche Bereich des Harlachinger Hangs. Hier bitten wir um besondere Rücksichtnahme und einen gänzlichen Verzicht auf Feuerwerk und Knaller, um die, teils sehr geräuschempfindlichen, tierischen Bewohner Hellabrunns zu schonen. Herzlichen Dank für Ihre Einsicht und die Unterstützung!“

Der Tierpark trifft in der Silvesternacht natürlich Sicherheitsvorkehrungen: Alle Fluchttiere, die nachts teils zwischen Innen- und Außenbereichen der Tieranlagen pendeln können, werden in der Silvesternacht in den geschützten Innenbereichen bleiben.