Es war ein kurzes, aber wichtiges Treffen zwischen Rasem Baban und Mikhail Pinchuk. Die beiden Direktoren haben sich bei ihrem Treffen zur aktuellen Lage vom Zoo „XII Months“ in der Ukraine und zu den bisherigen Unterstützungsbemühungen seitens der EAZA-Mitglieder, zu denen auch Hellabrunn gehört, ausgetauscht. Nach dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine war und ist die Versorgung von Wildtieren aufgrund abgeschnittener Versorgungswege und besetzter Gebiete weiterhin schwierig. Es fehlt an allem: Futter für die Tiere, Medizin, Energie für noch intakte Tierhäuser und Unterstützung für die dortigen Tierpfleger.

Bereits kurz nach Beginn des Konflikts hatte die EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) einen Fonds eingerichtet und ihre Mitglieder um Spenden für die zoologischen Einrichtungen in der Ukraine gebeten. Bisher haben über 165 Mitglieder, darunter auch der Tierpark Hellabrunn, insgesamt fast zwei Millionen Euro gespendet. Die EAZA koordiniert die Sammlung von Hilfsgeldern für ukrainische Zoos und hält regelmäßigen Kontakt mit ihren ukrainischen Mitgliedern sowie mit anderen Zoos und Aquarien in Not. Alle Hilfsmaßnahmen für die Tiere sowie tierärztlicher Beistand werden zentral geregelt und kontrolliert.

Verena Dietl, Hellabrunner Aufsichtsratsvorsitzende und Münchner Bürgermeisterin begrüßt den kontinuierlichen Austausch zwischen den Zoodirektoren: „Wir alle haben, egal ob Betroffene oder Unterstützer, wirklich herausfordernde Zeiten hinter uns. Seit dem Frühjahr 2022 versuchen wir als Stadt den Menschen, die durch diesen furchtbaren Krieg in Not geraten sind und/oder sich auf der Flucht befinden, Hilfe anzubieten, diese schnell umzusetzen und weiter auszubauen. Dasselbe Engagement zeichnet auch den Tierpark aus, der in Zusammenarbeit mit der EAZA Unterstützung für die zoologischen Einrichtungen ermöglicht, um den Tieren in der Ukraine zu helfen und die Situation für die Tierpfleger vor Ort etwas zu verbessern“.

Hellabrunns Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban ergänzt: „Für uns in Hellabrunn ist es selbstverständlich, dass wir uns Zeit nehmen und gemeinsam besprechen, welche Probleme weiterhin bestehen. Zoos können dabei helfen, Menschen wieder ein Stück Normalität in dieser schweren Krise zu geben. Sie bieten Kindern und ihren Eltern Freude, Zerstreuung und einen kurzen Moment der Ruhe. Der heutige Besuch und das Gespräch mit Mikhail Pinchuk hat uns gezeigt, wie nötig auch weiterhin jede finanzielle Unterstützung ist. Deswegen haben wir beschlossen, unsere Spenden weiter aufzustocken und erneut für Spenden an den EAZA-Hilfsfonds zu werben“, so Baban abschließend zum Verlauf des Treffens.

Wenn auch Sie spenden möchten, um die Versorgung der ukrainischen Tiere zu unterstützen, nutzen Sie diesen Link. Jede Hilfe und Spende, die Sie leisten können, wird mit Dankbarkeit aufgenommen und kommt ukrainischen Zoos zugute.