
Der Wonnemonat Mai zeigt sich gegen Ende noch einmal von seiner sommerlichen Seite. Was passt da besser zu Urlaubswetter und Ferienstimmung als eine kleine Weltreise – ganz ohne lange Anreise? Im Tierpark Hellabrunn lassen sich Tiere aller Kontinente und ihre jeweiligen Geozonen erkunden. Und das Beste: In nahezu jedem Bereich des Tierparks gibt es derzeit tierischen Nachwuchs zu bestaunen.
„In diesem Frühjahr haben wir so viele Jungtiere wie schon lange nicht mehr“, freut sich Hellabrunns Direktor Rasem Baban. „Dazu noch perfektes Tierparkwetter mit Sonne und Temperaturen über zwanzig Grad und der ganze Münchner Tierpark zeigt sich im satten Grün der Isarauen – ganz klar ein empfehlenswertes Ferienziel.“
Nicht nur die Natur in Hellabrunn lädt zu einem entspannten Frühlingsausflug ein – auch zahlreiche Tierkinder sorgen derzeit in fast allen Geozonen für besondere Beobachtungsmomente. Wer aufmerksam durch den Tierpark spaziert, kann überall junge Tiere entdecken und dabei eine kleine Weltreise erleben.
In der Geozone Afrika wuselt ein kleines Erdmännchen neugierig durch die Anlage, erkundet seine Umgebung und beobachtet aufmerksam das Geschehen um sich herum. Die in Nordafrika beheimateten Mhorrgazellen zählen zu den stark bedrohten Arten. Umso bedeutender ist die Geburt des ersten Jungtiers dieser Art in diesem Jahr.
Die Grenzen der Geozonen verlaufen manchmal fließend: Im Mühlendorf, das seltene und alte Haustierrassen präsentiert, hat bei den afrikanischen Dahomey-Zwergrindern ein kleines Kälbchen das Licht der Welt erblickt.
Auch in Europa gibt es tierischen Nachwuchs zu bestaunen: Bei den Europäischen Elchen können Gäste sogar Zwillinge entdecken – ein schöner Anblick, wenn die jungen Tiere noch etwas tapsig ihrer Mutter folgen.
Im Bereich Südamerika braucht es mitunter etwas Geduld und einen genauen Blick: Hoch oben im Nashornhaus versteckt sich ein Faultier-Baby eng an seine Mutter gekuschelt. Wer das kleine Jungtier entdeckt, wird mit einem ganz besonderen Tierparkmoment belohnt.
In Australien herrscht ebenfalls reger Familienbetrieb. Ein paar Känguru-Jungtiere der Roten Riesenkängurus schauen noch vorsichtig aus dem schützenden Beutel ihrer Mutter heraus, während andere erst seit Kurzem ihre ersten selbstständigen Sprünge wagen.
Auch Vogel-Fans kommen derzeit voll auf ihre Kosten: In der Großvoliere wachsen mehrere Waldrapp-Küken heran. Die seltenen Vögel mit ihrem markanten Aussehen zählen zu den am stärksten bedrohten Vogelarten Europas und galten zwischenzeitlich beinahe als ausgestorben. Umso wichtiger ist der aktuelle Zuchterfolg in Hellabrunn, der einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Art leistet.
Auch in der Hellabrunner Polarwelt gibt es gefiederten Nachwuchs zu beobachten – wenn auch schon deutlich größer geworden: Die Küken der Königspinguine haben inzwischen die Größe ihrer Eltern erreicht. Durch ihr dichtes, flauschiges graues Federkleid wirken die Jungtiere sogar noch imposanter als die erwachsenen Tiere.
Im Urwaldhaus wartet ein weiteres Jungtier des afrikanischen Kontinents auf die Gäste: Schimpansen-Mädchen Ayana entwickelt sich prächtig und wird immer aktiver. Während sie in den ersten Wochen noch eng bei ihrer Mutter blieb, ist sie inzwischen deutlich häufiger zu sehen.
Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks und Bürgermeisterin, zeigt sich begeistert von der besonderen Atmosphäre in Hellabrunn: „Welche Stadt kann schon behaupten, eine Weltreise an nur einem Tag möglich zu machen? In unserem schönen Tierpark ist genau das möglich. Gerade jetzt, in dieser frühsommerlichen Stimmung, ist ein Besuch besonders empfehlenswert. Gleichzeitig lernt man in Hellabrunn viel über die Vielfalt der Tiere unserer Erde und darüber, wie wichtig der Artenschutz für unsere Zukunft ist.“
Trotz der aktuellen Einschränkungen auf den U-Bahn-Linien U3 und U6 ist der Tierpark Hellabrunn weiterhin unkompliziert mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für die unterbrochenen Streckenabschnitte verkehren Ersatzbusse der MVG. Alternativ gelangen Besucherinnen und Besucher bequem mit dem MetroBus 52 direkt zum Tierpark oder mit der Tram 25 bis zum Tiroler Platz, von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Flamingo-Eingang.