
Der Tierpark Hellabrunn hat im Geschäftsjahr 2025 seine Rolle im weltweiten Arten- und Naturschutz weiter gestärkt. Neben zahlreichen Ex-situ-Maßnahmen vor Ort engagierte sich der Münchner Geozoo in 17 geförderten In-situ-Projekten weltweit und trug damit aktiv zum Schutz bedrohter Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen bei.
Aus zoologischer Sicht war 2025 erneut ein erfolgreiches Jahr. Bedeutende Nachzuchten – unter anderem bei Drill, Königspinguin, Alpensteinbock und der Bayerischen Kurzohrmaus – unterstreichen die wichtige Rolle Hellabrunns in den internationalen Erhaltungszuchtprogrammen. Sie stehen beispielhaft für den hohen Stellenwert von Artenschutz, Nachhaltigkeit und wissenschaftlich fundiertem Bestandsmanagement und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Parallel dazu setzte Hellabrunn zahlreiche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen zur weiteren Verbesserung des Tierwohls um. So wurde das neugestaltete Maushaus wiedereröffnet, das Badebecken im Elefantenhaus umfassend optimiert und die Tigeranlage unter anderem mit neuen Kletterstrukturen, Plattformen und holzhäckselgedeckten Bereichen naturnah aufgewertet. Auch weitere Tieranlagen wurden kontinuierlich modernisiert und an die Bedürfnisse ihrer Bewohner angepasst.
Der Tierbestand umfasste im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 491 Tierarten. Die Zusammensetzung des Bestands folgt einer langfristigen, wissenschaftlich fundierten Planung und orientiert sich an den Anforderungen internationaler Erhaltungszuchtprogramme sowie an einer qualitativ hochwertigen und tiergerechten Haltung.
Mit insgesamt 1.760.299 Besucherinnen und Besuchern zählt 2025 weiterhin zu den zehn besucherstärksten Jahren in der 114-jährigen Geschichte des Tierparks. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bestätigt das Ergebnis die anhaltend hohe Attraktivität Hellabrunns.
Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban zeigt sich mit der Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden: „Hellabrunn entwickelt sich konsequent weiter und verbindet Artenschutz, Forschung und Bildung auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Künstliche Intelligenz eröffnet uns dabei neue Möglichkeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller zu gewinnen, unser Tiermanagement weiter zu verbessern und unsere Bildungsangebote auszubauen. Gleichzeitig bleibt für uns klar: KI ist ein Werkzeug, das die Erfahrung und das Fachwissen unserer Mitarbeitenden sinnvoll ergänzt – sie ersetzt sie nicht. Entscheidend ist, dass wir diese Technologien verantwortungsvoll, transparent und immer im Dienst des Tierwohls sowie des globalen Artenschutzes einsetzen.“
Auch die Aufsichtsratsvorsitzende und Münchner Bürgermeisterin Verena Dietl zieht eine positive Bilanz: „Der Tierpark Hellabrunn ist weit mehr als eines der beliebtesten Ausflugsziele Münchens – er ist ein Ort, an dem Artenschutz, Forschung, Bildung und Naturerlebnis auf einzigartige Weise zusammenkommen. Es freut mich, dass Hellabrunn seine wichtige Rolle im internationalen Artenschutz kontinuierlich ausbaut und dabei auch innovative Technologien verantwortungsvoll
nutzt. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen Erfolg mit ihrem großen Engagement möglich machen.“
Zoologisch gliederte sich der Tierbestand im Geschäftsjahr 2025 in 82 Säugetier-, 60 Vogel-, 24 Reptilien-, 14 Amphibien-, 198 Fisch- und mindestens 113 Wirbellosenarten. Besonders erfreulich waren zahlreiche Zuchterfolge, unter anderem bei Kugelgürteltier, Alpensteinbock, Drill und Bayerische Kurzohrmaus sowie bei verschiedenen Ziegen- und Rinderrassen und im Aquarium.
Zu den Neuzugängen zählten unter anderem zwei Asiatische Elefantenkühe, ein Przewalski-Urwildpferd-Hengst, zwei Schweinshirsche sowie mehrere neue Vogel- und Fischindividuen. Gleichzeitig musste sich der Tierpark von einigen Tieren verabschieden, darunter dem Asiatischen Elefanten Otto, der Giraffenkuh Bahati und einer Manulkatze.
Der Tierpark Hellabrunn blickt damit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit seinem Engagement für den internationalen Artenschutz, kontinuierlichen Investitionen in Tierwohl und Infrastruktur sowie dem verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien setzt der Münchner Tierpark seinen Weg als moderner wissenschaftlich geführter Zoo konsequent fort.