Was haben ein kommunales Wohnungsunternehmen und zwei Königspinguine gemeinsam? Beide wissen, wie wichtig ein gutes Zuhause ist. Während die Münchner Wohnen in München für bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Quartiere sorgt, finden die Königspinguine Willem und Nautilus im Tierpark Hellabrunn ihr Zuhause in der Polarwelt. Die Münchner Wohnen übernimmt nun die Patenschaft für die beiden markanten Vögel und unterstützt damit zugleich die Arbeit des Tierparks für Arten- und Naturschutz.

„Als kommunales Wohnungsunternehmen tragen wir Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt. Wir schaffen Quartiere, in denen Nachbarschaft, Teilhabe und ein gutes Miteinander wachsen können. Dieses Zusammenleben gelingt aber nur, wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen und jeder seinen Beitrag zur Gemeinschaft leistet. Deshalb passt die Patenschaft für die Königspinguine Willem und Nautilus so gut zu uns: Sie leben eng zusammen, geben sich gegenseitig Halt und trotzdem hat jedes Tier seinen eigenen Platz.“ sagt Jörg Franzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Wohnen GmbH.

Rund 75.000 Wohnungen gehören inzwischen zum Bestand der Münchner Wohnen. Rund 150.000 Menschen leben darin. Damit ist die städtische Gesellschaft die größte Vermieterin Münchens. Und auch bei den Königspinguinen gilt: Ein guter Lebensraum braucht Platz, passende Bedingungen und eine funktionierende Gemeinschaft.

„Bei der Münchner Wohnen geht es um Wohnungen und Quartiere, bei uns um Tieranlagen und Lebensräume – aber der Grundgedanke ist durchaus ähnlich: Ein gutes Zuhause ist mehr als vier Wände beziehungsweise eine Pinguinanlage. Es braucht die richtigen Bedingungen, Raum für Individualität und ein funktionierendes Miteinander“, sagt Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban. „Wir freuen uns deshalb sehr, mit der Münchner Wohnen ein Unternehmen an unserer Seite zu haben, das mit seiner Patenschaft nicht nur Willem und Nautilus unterstützt, sondern auch ein Zeichen für den Erhalt der biologischen Vielfalt setzt.“

Willem und Nautilus: zwei Königspinguine mit Charakter

Willem und Nautilus gehören zu den Königspinguinen der Hellabrunner Polarwelt. Der 34-jährige Nautilus ist der älteste Königspinguin der Gruppe. Er schlüpfte am 17. April 1992 in Japan und trägt einen blauen Farbring. Mit seinem eher gemütlichen Temperament lässt er es inzwischen gerne etwas ruhiger angehen – manchmal bleibt er beim gemeinsamen Trott durch die Anlage auch ein wenig hinter der Gruppe zurück. Willem ist mit 27 Jahren etwas jünger. Er wurde am 23. Februar 1999 im texanischen San Antonio geboren und ist an seinem orange-weißen Farbring zu erkennen. Auch er hat seine ganz eigenen Vorlieben: Beim Fressen nimmt er seinen Fisch besonders gerne direkt aus der Hand – am liebsten quer in den Schnabel gelegt.

Bei beiden könnte die Familie in diesem Jahr noch größer werden: Nautilus' Sohn Oleg und seine Partnerin Theodora sowie Willem und seine Partnerin „Spanierin“ brüten jeweils ein Ei aus. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Ende September weiterer Königspinguin-Nachwuchs schlüpfen.

Patenschaft für Artenschutz

Die Patenschaft der Münchner Wohnen unterstützt nicht nur die Haltung der Königspinguine in Hellabrunn, sondern auch den Bildungs- und Artenschutzauftrag des Tierparks. Hellabrunn beteiligt sich beim Königspinguin am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Die erfolgreiche Zucht ist ein wichtiger Bestandteil der ex situ-Arbeit zoologischer Gärten. Zugleich macht Hellabrunn auf die Bedrohungen aufmerksam, denen viele Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen ausgesetzt sind. Bei den Königspinguinen gehören insbesondere die Folgen des Klimawandels zu den Herausforderungen.

Die Patenschaft verbindet damit zwei Münchner Aufgabenbereiche, die auf den ersten Blick ungewöhnlich weit auseinanderliegen: Wohnraum schaffen und Arten schützen. Bei näherem Hinsehen geht es bei beiden um dasselbe grundlegende Thema – um die Verantwortung dafür, dass Menschen und Tiere gute Lebensräume vorfinden und langfristig erhalten bleiben.

  • Die Hellabrunner Königspinguine in ihrer Anlage in der Polarwelt, deren Renovierung Ende 2025 abgeschlossen wurde.
    Die Hellabrunner Königspinguine in ihrer Anlage in der Polarwelt, deren Renovierung Ende 2025 abgeschlossen wurde.
  • Eine Gruppe von Königspinguinen in der Hellabrunner Polarwelt. Ganz rechts mit gebeugtem Kopf das Patentier der Münchner Wohnen 'Nautilus; ganz links sein Mitbewohner 'Willem'.
    Eine Gruppe von Königspinguinen in der Hellabrunner Polarwelt. Ganz rechts mit gebeugtem Kopf das Patentier der Münchner Wohnen 'Nautilus; ganz links sein Mitbewohner 'Willem'.
  • Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban und Jörg Franzen, Geschäftsführer der Münchner Wohnen GmbH in der Pinguin-Anlage der Hellabrunner Polarwelt. Die Wohnungsbaugesellschaft patet zwei Könisgpinguine - beim Füttern sind die Felsenpinguine jedoch schneller....
    Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban und Jörg Franzen, Geschäftsführer der Münchner Wohnen GmbH in der Pinguin-Anlage der Hellabrunner Polarwelt. Die Wohnungsbaugesellschaft patet zwei Könisgpinguine - beim Füttern sind die Felsenpinguine jedoch schneller....