Pünktlich zum Start der Pfingstferien gibt es im Münchner Tierpark Nachwuchs im Doppelpack: Bei den Elchen wurden Anfang der Woche Zwillinge geboren. Die beiden Jungtiere sind bereits hin und wieder auf der großen Elchanlage zu beobachten.

Ein besonderes Merkmal der Elche – und für die Jungtiere anfangs manchmal noch eine kleine Herausforderung – sind ihre im Verhältnis zum Körper sehr langen und dünnen Beine. Elche gelten als die größten Hirsche Europas. Ihr natürlicher Lebensraum sind häufig schwer zugängliche, sumpfige Waldgebiete, in denen ihre langen Beine sehr nützlich sind. Gleichzeitig sorgt diese besondere Anatomie bei einer Elchkuh mit Jungtier auch für entzückende Momente: Das Jungtier passt anfangs noch problemlos komplett unter den Bauch seiner Mutter.

Tierparkdirektor Rasem Baban freut sich über Elchzwillinge: „Nachwuchs ist immer ein schönes Zeichen dafür, dass sich unsere Tiere in Hellabrunn wohlfühlen. Besonders zum Start der Pfingstferien freut es mich natürlich auch, unseren Besucherinnen und Besuchern viele unterschiedliche Jungtiere zeigen zu können. Tierkinder bringen immer besonders viel Leben und Energie auf die Anlagen.“

Elche gibt es übrigens nicht nur in Skandinavien. Zwar waren die Tiere bis vor etwa 100 Jahren in Deutschland ausgestorben, heute leben jedoch wieder kleine Gruppen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auch in Bayern wurden bereits Elche gesichtet, die aus Tschechien eingewandert sind.

Wie andere Pflanzenfresser beeinflussen Elche ihren Lebensraum durch das Fressen bestimmter Pflanzen. Deshalb gelten sie als sogenannte „Ökosystem-Ingenieure“. Sie sorgen für abwechslungsreiche und natürliche Wälder und fördern dadurch die Artenvielfalt.

Ein Besuch in Hellabrunn während der Pfingstferien lohnt sich in jedem Fall, denn neben den kleinen Elchen gibt es noch viele weitere Jungtiere zu entdecken. Und weiterer Nachwuchs ist nicht ausgeschlossen. Das Besondere dabei: Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher sogar live bei einer Tiergeburt dabei sein. Viele Tiere – darunter auch die Elche – ziehen sich zur Geburt nicht immer in den rückwärtigen Bereich zurück. So kommt es gelegentlich vor, dass Geburten tagsüber direkt auf den Außenanlagen beobachtet werden können. Außerdem gibt es derzeit bei den Rosaflamingos mehrere Nester mit Eiern. Mit etwas Geduld und Glück kann man dort vielleicht sogar das Schlüpfen der Küken miterleben.

Während der gesamten Pfingstferien gibt es zudem die Pfingst-Quizrallye. Dabei können Besucherinnen und Besucher spannenden Fragen aus der Tierwelt auf den Grund gehen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen.