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Vorhang auf für die neue Giraffensavanne

Nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnet im Mai 2013 Hellabrunn die 10.000 m² große afrikanische Giraffensavanne.

Copyright Frank Rösner / dan pearlman

Gemeinsam bewohnen die Hellabrunner Giraffendamen Taziyah, Makena, Bahati, Baridi und Zawadi ihr Zuhause in der Münchner Giraffensavanne am Isar-Eingang. Die Junggesellinnen-Gruppe lebt zusammen mit der aus dem Weibchen Roanda und den drei Männchen Quodo, Quimdele und Rafiki bestehenden Erdmännchen-Gruppe, sowie den Stachelschweinen in der 10.000 m² großen afrikanischen Giraffensavanne. Das neue Hellabrunn-Highlight wurde im Mai 2013 feierlich eröffnet. Die Stadtsparkasse München hat den Neubau des Giraffenhauses mit 3 Mio. Euro unterstützt.

Die neue Anlage bietet Platz  für insgesamt bis zu acht Giraffenweibchen. Hellabrunn unterstützt durch die Haltung reiner Weibchengruppen das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), indem Platz für weibliche Giraffen aus anderen Zoos geboten wird. Der neue Stall ist fünfmal größer als der alte im Elefantenhaus. Auch für die Besucher ist der Kontakt zu den Giraffen nun einzigartig. Nur durch eine Glasscheibe getrennt, kommt man diesen majestätischen Tieren sehr nah. Im Giraffenhaus gibt es ab sofort auch eine Messlatte, anhand derer die Besucher selbst die Größe und das Wachstum der Giraffen ablesen können.

Hellabrunn/Frank Rösner (Fotograf)/dan pearlman
Hellabrunn/Frank Rösner (Fotograf)/dan pearlman
Copyright Frank Rösner / dan pearlman

Erfahren Sie mehr Details zu der Giraffenanlage:

Das bis zu sieben Meter hohe Giraffenhaus auf einer Fläche von 770 m² bildet das Herzstück im neuen Afrika Hellabrunns. Der anmutige Bau besticht durch seine Hauptbestandteile Holz und Glas. Die Gestaltung hat das Architekturbüro dan pearlman aus Berlin übernommen, das bereits viel beachtete Architekturprojekte in Zoos weltweit umgesetzt hat. Zu den neuen Attraktionen innerhalb der Giraffensavanne gehört auch eine zweistöckige Besucherplattform. Diese eröffnet den Tierparkbesuchern ganz neue Perspektiven auf die beeindruckenden Tiere. Denn hier kann man den Giraffen auf Augenhöhe begegnen und genau beobachten, wie sie ihre langen, blauen Zungen geschickt beim Fressen einsetzen. Aber auch die inneren Werte des neuen Hauses sind beachtlich: Beispielsweise sind in der Bodenplatte - ähnlich einer Fußbodenheizung - Kunststoffrohre verlegt, durch die warmes Wasser fließt. Dies stellt die Beheizung des Gebäudes sicher. Das Vorgehege ist mit einer Eisfreihaltung ausgestattet, mit der die Tierpfleger im Winter Eis und Schnee im Vorgehege abtauen und die Giraffen an die frische Luft lassen können. Im Sommer gelangt über das Foliendach und die verglasten Fassaden viel Wärme in das Gebäude. Um die Wärme möglichst ohne Energieaufwand abführen zu können, gibt es automatisch öffnende Fassadenelemente.

Copyright Hellabrunn / Marc Müller
Copyright Hellabrunn / Marc Müller
Copyright Frank Rösner / dan pearlman