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Hellabrunns aktuelle Artenschutzprojekte

Derzeit unterstützen wir die folgenden Projekte:

Foto: Cyril Ruoso
Copyright Marc Müller / Hellabrunn

Drill (Mandrillus leucophaeus)

Der Drill zählt zu den am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, leben heute nur noch etwa 3.500 Tiere. Damit ist der Lebensraum dieser hauptsächlich auf dem Boden lebenden Affenart kleiner als die Schweiz. Auch fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart tragen zu ihrer starken Gefährdung bei.

Als Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sowie Führer des Internationalen Zuchtbuchs (ISB) für den Drill übernimmt der Tierpark Hellabrunn für die Zoo-Population dieser hoch bedrohten westafrikanischen Affenart eine besondere Verantwortung. Darüber hinaus ist Hellabrunn Mitglied im Verein „Rettet den Drill“. Damit unterstützt der Tierpark das Projekt „PANDRILLUS“ vor Ort in Nigeria. Weitere Informationen unter www.rettet-den-drill.de

In Europa ist der Drill mit rund 70 Tieren in 14 verschiedenen Zoos noch recht selten vertreten. Im Tierpark Hellabrunn ist diese faszinierende Affenart seit 2011 zu sehen. Bereits 2013 und 2014 durfte sich der Tierpark über Nachwuchs bei den Drills freuen. Mit der Koordination der Erhaltungszucht, dem Engagement für Drills in Westafrika und dem Aufbau einer eigenen Zuchtgruppe leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Tierart.

Unterstützen Sie unser Drill-Projekt mit Ihren Online-Einkäufen - ohne Extrakosten!


Humboldtpinguin (Spheniscus humboldti)

Der Tierpark Hellabrunn ist Mitglied bei Sphenisco e. V., einem Verein zum Schutz des Humboldt-Pinguins. Der Verein arbeitet eng mit chilenischen Naturschützern und Forschern zusammen, um die Ausrottung des Humboldt-Pinguins in seinem natürlichen Lebensraum zu verhindern. Gemeinsam mit den chilenischen Kollegen kämpft Sphenisco für die Ausweisung geschützter Brutgebiete und Meeresschutzzonen an der chilenischen Pazifikküste.

Weitere Informationen unter www.sphenisco.org


Sumatra-Orang-Utan (Pongo pygmaeus abeli)

Hellabrunn leistet finanzielle Unterstützung für die Arbeit der „Zoologischen Gesellschaft Frankfurt“ (ZGF) in Bukit Tigapuluh, Sumatra. Dieses Projekt unterstützt die Auswilderung von illegal konfiszierten Sumatra-Orang-Utans, die langsam wieder zu einem selbstständigen Leben im Urwald zurückgeführt werden sollen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der ZGF


Roloway-Meerkatze (Cercopithecus roloway)

Mit seiner Mitgliedschaft bei der „West African Primate Conservation Action“ (WAPCA) hat sich der Tierpark Hellabrunn dem Schutz der stark bedrohten Roloway-Meerkatze verschrieben. Ziel der Organisation ist es, die Primatenarten des artenreichen „Upper Guinean Forest“ zu schützen. Die Arbeit von WAPCA konzentriert sich auf Ghana, wo die Organisation unter anderem Forschungs- und Schutzprojekte im Freiland durchführt sowie das „Endangered Primates Centre“ unterhält. Weitere Informationen unter www.wapca.org


Przewalski-Urwildpferd (Equus caballus przewalski)

Hellabrunn unterstützt die Erhaltung der Przewalski-Urwildpferde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). 2013 war ein besonders erfolgreiches Jahr für die Erhaltungszucht im Tierpark Hellabrunn. Gleich drei Przewalski-Fohlen erblickten im Tierpark das Licht der Welt.

Neben der Przewalski-Zuchtgruppe im Tierpark leben weitere Tiere im Gut Beigarten bei Straßlach. Darüber hinaus sind Hellabrunner Tiere in folgenden Gehegen und Semi-Reservaten als Landschaftspfleger eingestellt: Tennenlohe bei Erlangen, Nationalpark Bayerischer Wald, „Campo Pond“ Hanau, „Hohe Warte“ Gießen, Cumberland Wildpark Grünau im Almtal, Tierpark Cottbus, Ötzidorf in Österreich und Nationalpark Hortobagy in Ungarn. Als Grundlage für zukünftige Zuchtempfehlungen werden aktuell umfangreiche genetische Analysen innerhalb der Hellabrunner Przewalski-Pferd-Population durchgeführt.


Waldrapp (Geronticus eremita)

Dieser Ibisvogel war bis zum 17. Jahrhundert auch in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Heute leben nur noch in Marokko, in der Türkei sowie in Syrien wenige hundert freilebende Tiere. Hellabrunn unterstützt das „Waldrappteam“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, im nördlichen Alpenvorland wieder eine Population von ziehenden Waldrappen zu gründen. Auf der „menschengeführten Migration“ erlernen die Waldrappe, begleitet von Ultraleichtflugzeugen, eine geeignete Zugroute in das Überwinterungsgebiet in der Toskana. In Burghausen/ Bayern konnte bereits erfolgreich eine kleine Brutkolonie etabliert werden. Zwei weitere Brutkolonien im Salzburger Land und Süddeutschland sollen folgen.

Weitere Informationen unter www.waldrapp.eu


Eisbär (Ursus maritimus)

Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN liegt der aktuelle Bestand der Eisbären bei etwa 20.000 Tieren in freier Wildbahn. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet den Eisbären als „gefährdet“. Wissenschaftler rechnen damit, dass der Bestand innerhalb der nächsten Jahrzehnte weiter dramatisch abnimmt.

Der globale Klimawandel gilt als die größte Bedrohung für den Eisbären. In der Arktis ist der Klimawandel am deutlichsten sichtbar: Innerhalb der vergangenen 100 Jahre ist die Lufttemperatur um 5° C angestiegen. Die Ausdehnung des Packeises ist seit 1985 um 6 Prozent zurückgegangen, die Eismasse sogar um fast 40 Prozent. Das Eis schmilzt im Frühjahr früher und kehrt im Herbst später zurück. Für die Eisbären, die auf dem Packeis ihre Hauptnahrungsquelle, Ringelrobben, jagen, hat das dramatische Folgen. Die Bären sind gezwungen, länger am Festland zu bleiben und leiden Hunger. Weibliche Eisbären können sich seltener ausreichende Fettreserven anfressen und bringen weniger Jungtiere zur Welt bzw. schaffen es nicht, ihre Jungen durchzubringen.

Hellabrunn hat seit 2014 anlässlich des Internationalen Eisbärentag jährlich einen Aktionstag zu dem Thema durchgeführt. Der „International Polar Bear Day“ wurde 2004 von der Organisation Polar Bears International initiiert, mit der Hellabrunn kooperiert. Einmal jährlich wird seitdem weltweit auf den Klimawandel und die damit verbundene Gefährdung der Eisbären aufmerksam gemacht.

Lesen Sie mehr über die Hellabrunner Kooperation mit Polar Bears International

Hier finden Sie den Hellabrunner Eisbären-Flyer zum Downloaden


LBV (Ch. Weiß)

Naturschutzgebiet Allacher Heide

Unterstützung des „Landesbunds für Vogelschutz“ (LBV) bei der Pflege des Naturschutzgebiets „Allacher Heide“ in München.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des LBV unter www.lbv.de


Kleiner Panda (Ailurus fulgens)

Von der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Kleine Panda, auch Roter Panda genannt, als „sehr gefährdet“ („endangered“) gelistet. Nur noch etwa 10.000 Kleine Pandas gibt es in freier Wildbahn, in den Bergregionen von Nepal, Bhutan, Myanmar, Nordindien und den chinesischen Provinzen Tibet, Sichuan und Yunnan. Kleine Pandas leben in den Bergwäldern des Himalayas, doch ihr natürlicher Lebensraum wird immer kleiner und ist durch kontinuierliche Abholzung bedroht.

Der Tierpark Hellabrunn unterstützt das „Red Panda EEP Forest Guardian Support Program“. Diese gemeinsame Initiative des „Red Panda Network“ und des EEPs für den Kleinen Panda (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) ist Teil eines großen Schutzprojekts im Osten Nepals. Ziel dieses Projekts ist es, unter Beteiligung der einheimischen Bevölkerung ein zusammenhängendes Schutzgebiet in der Panchthar-Ilam-Taplejung Region zu schaffen. Dank des „Red Panda EEP Forest Guardian Support Programs“ können einheimische Ranger ausgebildet werden, die die Schutzgebiete überwachen und in ihren Gemeinden für den Schutz des Kleinen Pandas und seines Lebensraums werben.

Mehr Informationen unter www.redpandanetwork.org/

BIODIVERSITÄT – BEDROHTE VIELFALT
Die Ausstellung im Artenschutzzentrum

ARTENSCHUTZZENTRUM

Öffnungszeiten
April September: 9–17:30 Uhr
Oktober – März: 9–16:30 Uhr

Vorträge und Veranstaltungen

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Stadtsparkasse München

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Biodiversität bewahren! Tipps für den Alltag

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