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Die Störe

Acipenseridae

VERBREITUNG

Lebende Fossilien

Störe sind lebende Fossilien. Die Familie der Störe gibt es bereits seit mehr als 200 Millionen Jahren. Neben einer Lebensdauer von bis zu 100 Jahren besitzen sie eine komplizierte Biologie. Je nach Art weisen ihre Körperzellen 120 bis 240 Chromosomen auf – zum Vergleich: Menschen haben 46 Chromosomen.

Von insgesamt 74 Stör-Arten leben vier Arten in Hellabrunn – darunter auch Albinos.

Störe in Bedrängnis

Nahezu alle Stör-Arten sind stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Ihr begehrtes Fleisch und die als Kaviar bekannten Fischeier haben zur massiven Überfischung und zum Rückgang der Stör-Bestände geführt. Gewässerausbau und Umweltverschmutzung gefährden die Bestände zusätzlich. Der in Deutschland heimische Europäische Stör wurde vor etwa 100 Jahren ausgerottet. Wiederansiedlungsprojekte sollen die Rückkehr des Störs nach Deutschland ermöglichen.

 

Nahrungssuche am Gewässergrund

Störe suchen ihre Nahrung oft auf dem Boden, wobei ihnen knorpelige Barteln am Unterkiefer helfen. Die zahnlosen Fische saugen dabei mit ihrem spitzen Maul wirbellose Tiere und kleine Fische an, die mit einer knöchernen Kauleiste zerkleinert werden. 

Gefährdung

Weisser Stör
Acipenser transmontanus

Sternhausen
Acipenser stellatus

Waxdick/ Russischer Stör
Acipenser gueldenstaedtii

Sibirischer Stör
Acipenser baerii