EN

Erdmännchen

Suricata suricatta

STECKBRIEF

Familie
Mangusten

Lebensraum
Savannen und Halbwüsten im südlichen Afrika

Gewicht
700–900g

VERBREITUNG

Lebensweise und Verhalten

Die gesellige und tagaktive Mangustenart lebt in Familienverbänden. Diese werden von einem dominanten Weibchen angeführt. Erdmännchen sind tagaktive Jäger, die aber auch gerne einmal vor ihrem Bau ein Sonnenbad genießen. Sie ernähren sich von Insekten und Spinnen, aber auch kleinen Wirbeltieren, Reptilien und toten Vögeln. Sie leben in Erdhöhlen, die sie geschickt mit ihren Grabschaufeln (bestehend aus vier Zehen) in bis zu drei Meter Tiefe anlegen. Erdmännchen sind sehr futterneidisch und raufen deshalb auch oft einmal um Beutestücke.

Fortpflanzung und Jungenaufzucht

Erdmännchen erreichen im Alter von etwa zwölf Monaten ihre Geschlechtsreife. Nach einer Tragzeit von ungefähr 80 Tagen bringt das Weibchen zwei bis fünf Jungtiere zur Welt. Diese öffnen nach etwa 14 Tagen zum ersten Mal ihre Augen. Rund 80 Tage lang werden die kleinen Erdmännchen gesäugt, ab der sechsten Lebenswoche bekommen sie vorgekaute feste Nahrung zugefüttert. Mit drei Monaten sind sie selbstständig, bleiben aber im Familienverband.

Kluge Arbeitsteilung

Wer erfolgreich Wache halten will, muss aufmerksam sein: So steht bei den Erdmännchen reihum ein Gruppenmitglied Wache, solange es fit ist. Dann wird ein neuer Posten aufgestellt. Sobald sich ein Fressfeind (Adler, Schakal, Schlange) nähert, warnen die Wachposten ihre Artgenossen durch schrille Pfiffe: ein Schutzmechanismus, der bestens funktioniert.