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Zeit für eine Dusche!

Der beliebte Nachwuchs im Nashornhaus des Tierparks entwickelt sich erfreulicherweise inzwischen prächtig: Der kleine Bulle ist fit und fidel, trinkt regelmäßig und wiegt aktuell rund 86 Kilogramm. Das ändert sich jedoch täglich, denn im Durchschnitt legt ein Panzernashorn-Jungtier in den ersten acht bis zehn Wochen beachtliche zwei Kilogramm pro Tag zu. Seit vergangenem Mittwoch, 9. September, hat er auch die weitverbreitete Spezies „Besucher“ kennengelernt, die er anscheinend hin und wieder recht interessant findet (er stellt die Öhrchen auf und horcht), aber ansonsten nicht weiter seine Aufmerksamkeit weckt und ihn weder nervös macht, noch ihm Angst einflößt. Bei den Ausflügen ins ungewohnte Außengehege ist er meist noch etwas schüchtern und zurückhaltend und bleibt daher in der Nähe von Mama Rapti. Das Innengehege allerdings kennt er bereits seit seiner Geburt, sodass sich der kleine Abenteurer dort auch mal traut, sich einige Schritte von der Mutter zu entfernen. Seine Ernährung beschränkt sich derzeit nach wie vor auf Muttermilch – feste Nahrung nehmen die Jungtiere erst mit circa einem Monat zu sich, die Milch der Mama trinkt er aber noch mindestens ein halbes Jahr.

 

Und heute erlebte der Kleine eine weitere Premiere: Wasser! Rapti hatte bei ihrem Toilettengang versehentlich etwas auf ihrem Nachwuchs abgeladen und so rückten die Pfleger mit dem Gartenschlauch an. Vorsichtig spritzten sie das kleine Nashorn mit warmem Wasser ab, was er sichtlich genoss. Doch nicht nur zur Reinigung und Abkühlung ist das kühle Nass von Bedeutung: Man möchte es kaum glauben, aber die Haut von Panzernashörnern, obwohl rund zwei Zentimeter dick, ist empfindlich und benötigt viel Feuchtigkeit. In freier Wildbahn leben die Tiere in Gebieten mit feuchtem Klima (östliches Indien und Nepal) und nehmen häufig ein Bad in Schlammlöchern zur Pflege ihrer Dickhaut. Da unser Nashornbaby dem Wasser natürlich alles andere als abgeneigt ist und es in den kommenden Tagen wieder recht warm zu werden scheint, wird im Laufe dieser Woche vermutlich etwas Wasser (nur zehn bis 20 Zentimeter hoch) in den Graben des Außengeheges eingelassen, wo der kleine Rabauke dann ausgiebig plantschen darf. Schwimmen in tieferem Wasser darf er aus Sicherheitsgründen noch nicht.

 

Neu für Besucher: Ab sofort und bis voraussichtlich 31. Oktober findet täglich um 11:20 Uhr ein kostenloser "Keepers Talk" im Nashorn-Haus statt, wo Tierpfleger über Panzernashörner, Rapti und unser Baby erzählen werden. Anschließend haben die Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Rapti und der Kleine bleiben bis zur Tierpfleger-Sprechstunde im Haus und können im Anschluss zwischen dem Innen- und Außengehege pendeln (wetterabhängig). Eine Anmeldung zum "Keepers Talk" ist nicht erforderlich.