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Die Familienverhältnisse der Hellabrunner Nashorngruppe

Während über die genaue Abstammung von Rapti, die im April 1990 von Nepal nach Hellabrunn geflogen wurde, wenig bekannt ist, sind Nikos Verwandtschaftsverhältnisse lückenlos nachvollziehbar: Er wurde am 27. November 1988 in der Stuttgarter Wilhelma geboren. Seine Eltern, beide in den 1960er Jahren im Zoo Basel zur Welt gekommen und mittlerweile verstorben, waren die Kuh Nanda und der Bulle Puri. Damit haben die Tierpark-Fans bei der Abstimmung Wert auf Familientradition gelegt und Puri nach seinem Großvater väterlicherseits benannt. Seine Eltern bescherten Niko zehn (Halb-) Geschwister. Am 13. Juni 1990 zog Niko dann nach München und wuchs zu einem wahren Prachtbullen mit einem Gewicht von rund 2.200 Kilogramm heran.

Mit Nashorndame Nasi, die vor vier Jahren Hellabrunn in Richtung Frankreich verließ, zeugte er zwei Nachkommen: 2001 wurde Nisha geboren (sie lebt heute im spanischen Park Terra Natura), 2004 kam ihr Bruder Beni zur Welt. Er wohnt inzwischen im Zoo von Chester, Großbritannien, und wurde 2013 bereits selbst Vater der kleinen Komala. Niko ist also schon Opa und Puri hat 2 Halbgeschwister! Rapti war bisher drei Mal von Niko trächtig: Die ersten zwei Jungtiere überlebten leider nicht (eine Totgeburt in 2004; 2012 verstarb das Kalb nach drei Tagen an den Folgen einer im Mutterleib zugezogenen Infektion). Nun ist Puri, vor allem dank seiner guten Gene von Mutter Rapti, ein großer Hoffnungsträger für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP.