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Kleines Nashorn entdeckt die Welt

Mit den ersten Sonnenstrahlen erreichte am Morgen des
31. August im Tierpark Hellabrunn die Spannung ihren Höhepunkt: Die Geburt des Panzernashorn-Nachwuchses stand unmittelbar bevor. Um 09:01 Uhr war es dann soweit: Nach 492 Tagen im Bauch von Mutter Rapti erblickte der kleine Bulle endlich das Licht der Welt. Eine Premiere in diesem Jahr – bisher wurde noch kein anderes Panzernashorn in Europa geboren.

 

Mithilfe des nachfolgenden Tagebuchs können Sie die ersten Schritte des kleinen Nashornbullen nachvollziehen und seinen aufregenden Start in die spannende Welt begleiten. Zudem bietet es Ihnen mithilfe interessanter Fakten und Informationen zu Nashörnern im Allgemeinen die Möglichkeit diese faszinierenden, tonnenschweren Tiere näher kennenzulernen und ihr Wissen zu erweitern. Mit zunehmendem Alter des Nashorns wird das Tagebuch nur noch bei besonderen Anlässen aktualisiert.

Alles Gute, Puri!

Puri feierte am 31. August 2016 seinen allerersten Geburtstag. Was er für ein Geschenk bekam und wie die Feier war, könnt ihr hier lesen.

Die Flegeljahre beginnen

Ein halbes Jahr ist vergangen, seit unser Panzernashorn-Nachwuchs Puri das Licht der Welt erblickte. Da ist es nun an der Zeit, mal wieder einen Blick in die Nashorn-Anlage zu werfen...

Das Panzernashorn in der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte

Die Sphinx, Napoleon hoch zu Ross, das Getümmel der Schlacht von Waterloo – die Palette der Kunstmotive ist vielfältig. So ist es nicht verwunderlich, dass es auch ein Nashorn auf die eine oder andere Leinwand schaffte. Bis heute ist über die Landesgrenzen hinaus der Holzschnitt „Rhinocerus“ von Albrecht Dürer bekannt. Aber der Reihe nach...

Schnappschuss

Puri ist bereits eine große Unterstützung für seine Mutter Rapti.
Schnappschuss von unserer Nashornfamilie auf der Außenanlage.

Puri und eine seiner engsten Vertrauten: die Leitende Zootierärztin Frau Dr. Gohl

Wie arbeitet eigentlich ein Zootierarzt? Wie entwickelt sich der kleine Bulle Puri? Und kann man so ein Schwergewicht überhaupt untersuchen? Die Leitende Zootierärztin von Hellabrunn, Frau Dr. Gohl, bringt Licht ins Dunkel. Lesen Sie hier.

Halloween im Nashornhaus

So ganz geheuer waren Rapti und Puri die eigens für sie geschnitzten Kürbisköpfe offensichtlich nicht. Angriffslustig stürmte die Nashorn-Mama auf die unbekannten Objekte auf der herbstlich bunten Nashorn-Anlage zu. Die liebevollen Schnitzereien von den Tierpflegern bewahrten zwei der drei Kürbisse nicht vor einem sicheren Tritt in den Wassergraben. Danach beschäftigte Rapti sich eingehend mit begehrten Nashorn-Süßigkeiten wie Mangold und Karotten, die rund um die Halloween-Überraschung verteilt worden waren. Puri traute sich erst nach Minuten in die Nähe der eigenartigen orangefarbenen Köpfe. Nach einer vorsichtigen Annäherung wollte er ein bisschen Kopfstoß spielen: Auch der dritte Kürbis war damit bald nicht mehr als solcher zu erkennen. Spaß hatten die beiden bei ihrem ersten Halloween dann aber sichtlich – zu sehen auf einigen schönen Fotos.

Die (zoo-) tierischen Partnervermittlungen

Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich? Wer kennt sie nicht: die unergründlichen Wege der Liebe. Um dem Liebesglück auf die Sprünge zu helfen, nehmen heutzutage viele Singles die Hilfe von Online-Portalen in Anspruch. Partnerbörsen, die mittels Berücksichtigung bestimmter Faktoren optimale, potenzielle Partner vorschlagen. Gibt es so etwas auch für Zootiere? Allerdings! Lesen Sie hier hier.

Muh, wuff, wau? Wie macht das Panzernashorn?

Das Sehvermögen der Nashornfamilie ist nicht sonderlich gut ausgeprägt, ihr Geruchs- und Gehörsinn hingegen ist hervorragend. So ist es naheliegend, dass eine Form der Kommunikation zwischen den Tieren olfaktorisch, also über Gerüche, erfolgt. Abgesonderte Sekrete von Artgenossen werden genau unter die Nase genommen und so Botschaften entziffert. Darüber hinaus sind über zwölf verschiedene, situationsabhängige Lautäußerungen beim Panzernashorn bisher erforscht worden. Am häufigsten ist ein Schnauben, das eine Kontaktaufnahme mit einem anderen Panzernashorn einleitet. Ist ein Blöken oder Röhren zu vernehmen, verheißt es nichts Gutes: diese Laute sind mit Aggressivität verbunden. Ist ein Bulle verliebt und möchte seiner Herzensdame dies mitteilen, quietscht er lauthals. Und wenn Puri die Aufmerksamkeit seiner Mutter Rapti haben möchte, muht er fast wie ein Kälbchen. Panzernashörner sind also universale Kommunikationskünstler: riechen, schnauben, blöken, röhren, quietschen, muhen – sie können (fast) alles!

Das Horn der Nashörner

Es ist das Markenzeichen der Nashörner und in dieser Form einzigartig in der Tierwelt: das Nasenhorn. Aber woraus besteht dieses Horn eigentlich? Wozu dient es? Und warum könnte es das Todesurteil für seine tonnenschweren Träger bedeuten? Alles Wissenswerte rund ums Horn finden Sie hier.

Nashornbaby Puri tollt im Regen

Bei schlechtem Wetter setzt man besser keinen Fuß vor die Tür? Von wegen! Nashornbaby Puri genießt die nasse Abkühlung in vollen Zügen und tobt gut gelaunt durch seine Außenanlage. Während ihr Kleiner kaum die Füße still halten kann, ist Mutter Rapti gemächlich auf der Suche nach etwas Essbarem. Sehen Sie hier.

Kuriositäten aus der Welt der Panzernashörner

Wer hätte das gewusst? Die ein oder andere Information über Panzernashörner löst Erstaunen und Verwunderung aus. Was Nashörner mit Einhörnern lange Zeit gemein hatten und wozu die „Panzerhaut“ wirklich dient, erfahren Sie hier.

Die Heimat der Panzernashörner

Nashorn-Mama Rapti und ihr Jungtier Puri zählen zur Art der Indischen Panzernashörner, die im Wissenschaftsjargon aufgrund ihres einzelnen Horns als Rhinoceros unicornis bezeichnet werden. Das Verbreitungsgebiet dieser Tiere erstreckt sich heutzutage nur noch über kleine Gebiete im Nordosten Indiens und in Nepal. Doch wie und wo leben Puris Verwandte genau? Wer sind ihre Mitbewohner? Wir sehen uns die Heimat unserer Hellabrunner Nashornfamilie nun einmal genauer an.

Die Familienverhältnisse der Hellabrunner Nashorngruppe

Wir kennen sie alle: Die kleine Münchner Nashornfamilie bestehend aus Niko, Rapti und Puri. Aber wie sieht eigentlich die nähere Verwandtschaft der drei aus? Hat Puri Geschwister? Das große Who-is-Who im Stammbuch der Hellabrunner Nashörner.

Tauffeier für Puri

Seit letzter Woche steht der Name für den Nashorn-Nachwuchs fest und heute wurde der kleine Puri offiziell getauft. Statt eines Taufbeckens oder einer Sektflasche wartete jedoch auf Rapti und ihren Sohn ein wahres Festessen: Eine schmackhafte Futtertorte bestehend aus Obst, Gemüse und Heu war von den Tierpflegern liebevoll hergerichtet worden. Doch nicht nur für die beiden Panzernashörner war heute ein Glückstag ...

Das Sexualleben von Panzernashörnern

Es ist naheliegend, dass der kleine Puri nicht von einem Storch gebracht worden sein kann, denn der wäre bei einem Geburtsgewicht von rund 60 Kilogramm wohl schlichtweg wie ein Stein vom Himmel gefallen. Wann die Geschlechtsreife bei Panzernashörnern beginnt, was wahre Mutterliebe bei Nashörnern bedeutet, wie die Fortpflanzung abläuft und welches Alter die Tiere erreichen können, erfahren Sie hier.

Zu Tisch, bitte!

Mehr als 2.000 Kilogramm bringt ein ausgewachsenes Panzernashorn auf die Waage – ein stattliches Gewicht, das nicht von irgendwoher kommt! Aber womit stillen Panzernashörner eigentlich ihren Hunger? So ein großes Tier kann doch nicht nur von Grünzeug leben… Oder etwa doch?

Die Entscheidung ist gefallen!

Knapp 1.700 Nashorn-Fans haben bei der Namensabstimmung des Münchner Merkurs für unser Nashornbaby teilgenommen. Und pünktlich zum heutigen Welt-Nashorntag, der auf die starke Gefährdung der Nashörner in freier Wildbahn aufmerksam machen soll, erhält der 23 Tage alte Bulle seinen Namen: Puri! Mit 501 Stimmen setzte sich dieser beliebte nepalesische Vorname deutlich von den anderen fünf Vorschlägen ab. Auf Platz 2 landete Pumori mit 307 Stimmen.  Wer Puri und seiner Mama einen Besuch abstattet und gerne mehr über diese mächtigen Tieren erfahren möchte, sollte den Nashorn-Talk im Nashornhaus nicht verpassen – hier erzählt täglich (bis 31.10.) um 11:20 Uhr ein Tierpfleger über seine drei Schützlinge und das Panzernashorn im Allgemeinen.

Wie alles begann…

Am 31. August 2015 um 09:01 Uhr wurde unser kleines Nashornbaby nach 492 Tagen Tragzeit geboren. Alles verlief wie im Bilderbuch: Ohne Komplikationen und ohne fremde Hilfe brachte Rapti ihr Junges auf die Welt. Nach den Strapazen der vorangegangenen Stunden kümmerte sie sich sofort rührend um ihr Kalb. Doch sehen Sie doch einfach selbst! Das spannende Geburtsvideo finden Sie hier.

Nashörner – tonnenschwere Pflanzenfresser in Gefahr

Nashörner weisen eine erstaunliche Stammesgeschichte auf, deren Ursprung nach heutigem Stand der Wissenschaft  vermutlich im Erdzeitalter des Eozäns liegt – also vor etwa 50 Millionen Jahren! Damals lebten sowohl der früheste Vorgänger unserer heutigen Nashörner, der Hyrachyus, der nur in etwa die Größe eines Schäferhundes aufwies, als auch das erste „echte“ Nashorn, das in Nordamerika und Asien heimisch war. Bis zum heutigen Erscheinungsbild des Nashorns gibt es viele interessante Entwicklungen, auf die es sich lohnt, einen Blick zu werfen…

Die finale Entscheidung liegt nun bei Ihnen! Wie soll unser Nashornbaby heißen?

Bis Sonntag, 13. September, hatte der Tierpark zusammen mit dem Münchner Merkur Ihre Namensvorschläge für unseren kleinen Nashorn-Bullen gesammelt. Für die vielen tollen Ideen bedanken wir uns herzlich bei Ihnen! Die besten sechs Vorschläge wurden ausgewählt und werden nun zur finalen Abstimmung gebracht: Geben Sie Ihrem Favoriten aus dieser Liste bis zum 20. September Ihre Stimme! Hierfür können Sie das Online-Abstimmungsformular des Münchner Merkur nutzen, eine E-Mail an nashorn@merkur.de senden oder eine Postkarte (Münchner Merkur, Redaktion München, Kennwort Nashorn, Paul-Heyse-Straße 2-4, 80336 München) schreiben. Folgende Namen stehen zur Auswahl

Zeit für eine Dusche!

Zwei Wochen sind vergangen seit unser Nashornbaby auf die Welt kam – inzwischen stapft der kleine Bulle neugierig durch das Innen- und Außengehege, trifft auf viele faszinierte sowie begeisterte Gesichter der Zuschauer und macht seine ersten Erfahrungen mit dem kühlen Nass. Alles ist so aufregend

Ran an die Buntstifte, liebe Kinder!

Um den Nachwuchs im Nashornhaus auch künstlerisch gebührend zu zelebrieren, wird es nun einen Nashorn-Malwettbewerb für Kinder geben! Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein im wahrsten Sinne des Wortes „panzerhautnahes“ Rendezvous mit Nashorn-Papa Niko. Die Bilder können ab sofort in einem der Hellabrunner Servicecenter (am Isar- sowie Flamingo-Eingang) abgegeben, oder per Post an den Tierpark (Adresse siehe Impressum) unter dem Stichwort „Nashornbaby“  gesendet werden. Teilnahmeschluss ist der 30. September 2015.

Namenswettbewerb für unser kleines Panzernashorn:

Alle Tierparkfreunde sind aufgerufen, einen Namen für das Nashornbaby zu finden. In einer ersten Runde sammeln wir Vorschläge – mit einer einzigen Vorgabe: Der Name muss mit „P“ beginnen, weil alle Hellabrunner Tiere des Jahrgangs 2015 diesen Anfangsbuchstaben haben. Tierpark-Chef Rasem Baban regt an, auch über Namen mit Bezug zu Indien oder Nepal nachzudenken. Rapti beispielsweise ist nach dem Fluss benannt, an dem sie zur Welt kam. Schicken Sie Ihre Vorschläge bis Sonntag,
13. September, per E-Mail an nashorn@merkur.de oder auf einer Postkarte an Münchner Merkur, Redaktion München, Kennwort Nashorn, Paul-Heyse-Straße 2-4, 80336 München. Redaktion und Tierpark werden aus den Vorschlägen eine Auswahl treffen, über welche die Leser des Münchner Merkurs dann in Kürze in einer zweiten Runde exklusiv abstimmen können.

Der erste Tag im Freien!

Was für ein aufregender Tag für unser Nashornbaby! Am heutigen Mittwoch, 9. September, durfte es zusammen mit seiner Mutter Rapti zum ersten Mal das Nashornhaus verlassen und die Außenanlage betreten, wo die beiden schon von einigen großen und kleinen Besuchern sehnsüchtig erwartet wurden.  Carsten Zehrer, Kurator des Tierparks, erklärt die Bedeutung des Hellabrunner Panzernashorn-Nachwuchses für den Schutz dieser bedrohten Tierart und berichtet über die näheren Details des heutigen Ausflugs.

Die ersten Bewegtbilder aus dem Nashornhaus

Fidel, frech und verspielt: Unser Nashorn-Jungtier ist keineswegs ein Kind von Traurigkeit – im Gegenteil!  Wie jeder Nachwuchs erkundet er neugierig seine Umgebung, hüpft umher, trinkt genüsslich und lässt nicht locker bei seiner Mutter Rapti: „Mama, spiel‘ mit mir!“ Doch sehen Sie selbst.

Danke fürs Daumendrücken!

Wir bedanken uns auch im Namen von Rapti und ihrem Nachwuchs ganz herzlich bei Ihnen für all die lieben Genesungswünsche, die uns auf verschiedensten Wegen erreicht haben! Dem kleinen Panzernashorn geht es wieder gut und er wird sich am Mittwoch, den 9. September, ab 12 Uhr zusammen mit seiner Mutter zum ersten Mal auf der Außenanlage den Besuchern zeigen. Besonderer Dank gilt einem unserer jüngsten Tierparkfans...

24-Stunden-Privatbetreuung an Tag 5 und 6

Auch über das Wochenende erhält der kleine Nashornbulle weiterhin eine 24-Stunden-Betreuung. Die Tierpfleger wechseln sich bei den Nachtschichten ab und berichten von typischen Baby-Nächten, d.h. schlafen, trinken und ab und an kleine Spieleinlagen. Mutter Rapti macht das geduldig mit und scheint kein Schlafdefizit durch ihr Junges zu haben. Zwei bis drei Mal am Tag kommen die Tierärzte zur Chefarztvisite vorbei um die medizinische Behandlung fortzusetzen.  Dabei macht das Panzernashornbaby einen sehr munteren Eindruck. Er legt weiter an Gewicht zu und die regelmäßig kontrollierte Körpertemperatur ist immer im Toleranzbereich.

Kleiner Durchhänger am 3. Tag

Nachdem sich Donnerstagmittag ein verschlechterter Gesamtzustand beim Hellabrunner Nashornbaby bemerkbar machte, herrscht nach aktuellem Stand wieder vorsichtiger Optimismus. Als mögliche Ursache für seine erschöpfte Konstitution kommt die durch Rapti abgerissene Nabelschnur in Betracht. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die ersten 48 Stunden in der abenteuerlichen Welt da draußen

Am 31. August um 09:01 Uhr gab es allen Grund zur Freude im Tierpark Hellabrunn: Das Panzernashorn Rapti gebar einen kleinen Bullen, der schätzungsweise 60 Kilogramm auf die Waage bringt. Die ersten zwei aufregenden Tage des Nachwuchses sind nun vorbei und was der Kleine schon alles erlebt hat und ob bei der Geburt alles gut lief, erfahren Sie hier.

Zur Autorin

Laura-Louise Gettmann studiert Europäische Ethnologie/Volkskunde im Master an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolviert parallel das Zusatzzertifikat Environmental Studies am Rachel Carson Center. Bis Ende März 2016 hat sie den Tierpark Hellabrunn als Werkstudentin in der Presse- und Marketingabteilung unterstützt. Insbesondere aufgrund ihrer Liebe zu Tieren, des vielfältigen Themenspektrums sowie des pädagogischen Werts des Projekts hat ihr das inzwischen beendete Tagebuch „Kleines Nashorn entdeckt die Welt“ viel Freude bereitet.